Regelmäßig liest man in den Medien von Abmahnungen. Bislang taten wir, die Gründer von melovely, alles, um in mitten des Dickichts an rechtlichen Bestimmungen auf der sicheren Seite zu sein. So dachten wir. Abmahnungen an andere Unternehmen haben wir bislang nur aus der Ferne wahrgenommen. Wie schnell es passieren kann, dass man abgemahnt wird, durften wir dieses Jahr nun am eigenen Leibe erleben. Wir wurden das erste Mal abgemahnt!

Was war passiert? Eine unserer Designerinnen benutzte nichtsahnend und ohne jegliche böse Absicht den Vornamen einer Freundin, um ein Armband zu benennen. Uns gefiel die Idee und so haben wir ihre Armband-Serie, in diesem Fall ohne weitere Namensanpassung und Prüfung, bei uns übernommen. Es handelte sich ja nur um einen Vornamen.

Nur war es in diesem Fall so, dass eine österreichische Firma just diesen Vornamen als Markenzeichen geschützt hat und wir eine darauf basierende Abmahnung erhielten.

Am Anfang waren wir natürlich geschockt. Wenn man ein solches Schreiben in Händen hält, ist es etwas ganz anderes als Abmahnungsfälle aus der Ferne zu betrachten. Wir wollten niemandem schaden und uns keinen unlauteren Vorteil verschaffen. Wenn wir dennoch einen Fehler in diesem Fall gemacht haben, stehen wir natürlich dafür ein und sind mehr als gewillt, diesen schnellstens abzuschaffen.

Aber gleich eine Abmahnung? Natürlich haben wir gleich reagiert und die Armbänder umgehend aus dem Shop genommen. Wir hätten das auch ohne einen kostenintensiven Hinweis getan.

Es ging um Unterlassung, Veröffentlichung unseres Verhaltens an verschiedenen Stellen und natürlich um Geld. Also: Einschaltung eines Anwaltes, viel Kommunikation hin und her mit Forderungen und Angeboten, die aber letztlich aus unserer Sicht fruchtlos blieben. Am Ende des Tages haben wir uns für einen Vergleich entschieden, der uns zur Veröffentlichung auf unserer Homepage und Zahlung einer Geldsumme verpflichtet.

Für uns bleibt die Erkenntnis, dass wir nun sehr viel genauer aufpassen, welchen Namen unsere Designer ihren schönen Kreationen geben. Und auch bei anderen rechtlichen Aspekten sind wir nun noch vorsichtiger als wir es ohnedies schon waren.